In Dänemark nahm eine junge Mutter ihrem kleinen Sohn jahrelang Blut ab und brachte ihn so in Lebensgefahr. Wegen dieser Misshandlungen hat ein Gericht im westdänischen Herning die Frau zu vier Jahren Haft verurteilt. Ihren Beruf darf die 36-jährige Krankenschwester dem Urteil zufolge nimmer ausüben, sie verzichtete auf eine Berufung. Laut Anklage hatte die Frau mit der Blutentnahme begonnen, als ihr Sohn elf Monate alt war. Fünf Jahre lang führte sie die Maßnahme wöchentlich aufs neue durch, bis sie im September 2017 festgenommen wurde – mit einem Blutbeutel noch in der hand. Nach seiner Geburt litt der Junge zwar an einer Darmerkrankung, doch konnten sich die Ärzte den Blutmangel damit nicht erklären. Vor Gericht sagte die Frau aus, sie verstehe ihr Verhalten selbst nicht. Es sei keine bewusste Entscheidung gewesen, sondern sei nach und nach so gekommen. Das Blut habe sie jeweils in die Toilette gegossen und die Spritzen in den Müll geworfen. Mediziner, die den Jungen behandelten, verdächtigten schließlich die Mutter und alarmierten die Polizei. Ermittler filmten die Frau daraufhin heimlich und überführten sie so. Experten glauben, dass die Frau unter dem sogenannten Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom leidet. Eltern mit dieser psychischen Erkrankung täuschen bei ihrem Kind schwere Krankheiten vor oder verursachen diese selbst, um sich dann öffentlich besonders liebevoll und aufopfernd ums Kind zu kümmern (mehr über diese Krankheit erfahren Sie hier). Die 36-Jährige verbreitete in sozialen Netzwerken von sich das Bild einer alleinerziehenden Mutter, die rührend um ihren kranken Sohn kämpft. Der heute Siebenjährige lebt inzwischen beim Vater.

Das Frühstück ist eine Angelegenheit von wenigen Minuten, wir wollen zum Strand – barfuß, in kurzen Hosen, mit Windjacke und Haube. Dänemark-Standard-Adjustierung quasi. Der Trampelpfad neben unserem Haus führt tatsächlich geradewegs auf die Düne und von da an den Strand. Den wunderschönen, breiten, so weit das Auge reicht reichenden Sandstrand. Je weiter südlich man sich an der Nordseeküste aufhält, desto dichter ist die Bebauung mit Ferienhäusern, desto mehr Leute tummeln sich am Strand. Hier aber ist so viel Platz, dass es Adria- oder Mallorca-Verhältnisse nie geben wird. Ob man hier baden kann? Ja, in Erscheinung treten einige Strandabschnitte, wo die Nordsee ruhiger, das Baden erlaubt ist. Richtung Süden: Skallingen, Blåvand oder Søndervig beispielsweise. Der Strand bei Søndervig wurde 2014 sogar zum besten Strand Dänemarks gekürt. Nicht nur, weil er behindertengerecht konzipiert wurde, sonden weil vom Rettungsschwimmer über W-LAN und Gratis-Kaltwasserduschen alles vorhanden ist. Trotzdem Vorsicht vor den Strömungen – und bitte die Infotafeln mit den Badehinweisen lesen. Schwimmen oder Gischtspringen. Wenn dich die bitterkalten Ausläufer der hereinbrechenden Welle erstmals kontaktieren, überlegst du dir selbst im Hochsommer ganz genau, ob du da jetzt wirklich Schiffbruch erleiden willst. Es muss soll mir nicht immer ein Vollbad sein. Fangen spielen mit der Gischt ist mitunter sogar unterhaltsamer, für Kinder ein schier unendliches Vergnügen. Nass werden sie allerdings so zum Beispiel. Und sandig. Und je nasser sie werden, desto besser bleibt der Sand haften. Bis sie irgendwann aussehen wie frisch panierte Schnitzel. Ab Heim, waschen, trockenlegen.

Der Hamburger SV musste in der vergangenen Saison über 200.000 Euro Strafe für Pyrovergehen seiner Fans zahlen, seit dem Abstieg in die 2. Bundesliga sind rund 100.000 Euro hinzugekommen. So wundert es nicht, dass Klubchef Bernd Hoffmann ein Umdenken beim Umgang mit Pyrotechnik in Fußballstadien fordert. Der 56-Jährige plädiert dafür, ein kontrolliertes Abbrennen von Pyrotechnik zu legalisieren. Hoffmann et alii Klubverantwortliche haben bereits den Dialog mit den verschiedenen HSV-Ultragruppen gesucht und wollen nun auch auf die Polizei, Feuerwehr, die Stadt Hamburg und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zugehen. Die Hamburger Polizei hat laut „Abendblatt“ bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert. Entscheidend sei dabei, dass alternative Konzepte zu den bisherigen, bis zu 2000 Grad heißen Bengalos gefunden würden. Neben festgelegten Zonen, in denen Pyrotechnik kontrolliert abgebrannt werden könnte, gilt eine in Dänemark entwickelte sogenannte „kalte Fackel“ als Alternative. Dort sollen Temperaturen von 230 statt über 2000 Grad celsius und eine nur geringe Rauchentwicklung zustande kommen.

Und dann das. Es ist das eben so sehen: Unsere Saison war vorbei, alle hatten die Maschinen schon runtergefahren. Mental waren wir bereits im Urlaub. Frage: Die Mannschaft machte sich dennoch einen Spaß aus der Sache, trat locker auf, schlurfte in Badeschlappen über den Trainingsplatz. Niemand hat sich einen Spaß aus dem Turnier gemacht. Unsere Teilnahme hatte tragische Umstände. Wir durften antreten, weil in Jugoslawien vielen unschuldigen Menschen unglaubliches Unrecht widerfahren ist. Wir waren uns dieser Verantwortung jederzeit bewusst. Es klingt immer so, als seien wir eine Freizeitmannschaft gewesen. Frage: Im ersten Spiel ging es gegen England. Erinnern Sie sich noch nicht ganz Kabinenansprache Ihres Trainers Richard Möller Nielsen? Schmeichel: Wir sagten uns keine Gelegenheit auslassen: „Wer weiß, wann wir jemals wieder an einem großen Turnier teilnehmen werden.“ Wir wollten bei allem Ehrgeiz jede Minute genießen. Schmeichel: Und es war wohl unser wichtigstes Ergebnis im gesamten Turnier. Schmeichel: Man stelle sich vor, wir wären mit 0:5 vom Platz gegangen.

Es war eine Entscheidung mit Symbolcharakter: Die Dänen haben sich Hand in Hand gehen Referendum gegen eine engere Zusammenarbeit mit der EU ausgesprochen. 53 Prozent stimmten gegen ein Gesetzpaket, das eine Mitgliedschaft bei Europol weiter ermöglicht hätte. Das EU-Mitglied Dänemark entfernt sich weiter vom Staatenbund. Bei einem Referendum stimmten die Dänen gegen die Abschaffung ihrer Sonderregeln in der europäischen Rechtspolitik. Nach Auszählung fast aller Stimmen votierten rund 53 Prozent der Wähler dafür, inwendig Justiz und Inneres auch von hier an eigenständig zu bleiben. Rund 47 Prozent stimmten dagegen. Das Nein-Lager habe eine „klare“ Mehrheit errungen, räumte Regierungschef Lars Lökke Rasmussen seine Niederlage ein. Er hatte dafür geworben, das Königreich in der Polizeibehörde Europol zu behalten. Auch die oppositionellen Sozialdemokraten hatten ihn unterstützt. Die rechtspopulistische Dänische Volkspartei hatte dagegen davor gewarnt, die Souveränität über wichtige Sicherheitsfragen nach Brüssel abzugeben. Sie feierte das Ergebnis denn auch als Triumph. Vorsitzende Kristian Thulesen Dahl nach Bekanntwerden des Ergebnisses. Nach dem Votum der Dänen muss sich das Land nun um ein Parallelabkommen für die Polizei-Zusammenarbeit bemühen. Im Vergleich zu beispielsweise Deutschland beteiligt sich Dänemark nicht voll an der Währungs-, Sicherheits-, Justiz- und Innenpolitik der EU. Die Sonderrechte hatte das Land ausgehandelt, nachdem die Bevölkerung 1992 Nein zum Maastricht-Vertrag zur Gründung der EU gesagt hatte. Auch den Euro hatte das Land in einer Volksabstimmung 2000 abgelehnt. Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. Dezember 2015 um 05:30 Uhr.

Dies teilte der Präsident des Parlaments in Barcelona, Roger Torrent, nach Konsultationen mit den Chefs der im Parlament vertretenen Parteien mit. Puigdemont hatte mehrmals gesagt, Katalonien auch aus seinem Exil in Belgien regieren zu können. Die Zentralregierung will auch dabei den rechtsweg beschreiten. Die Debatte über den vorgeschlagenen Kandidaten muss nun laut Statuten Zeit zum 31. Januar beginnen. Der Bewerber muss teilnehmen Regierungsprogramm präsentieren, anschließend wird gewählt. Derzeit steht die Region unter Zwangsverwaltung der spanischen Zentralregierung. Diese erklärte, Puigdemont könne nicht erneut zum Regierungschef gewählt werden, da er nach seiner Flucht ins Exil bei der Abstimmung physisch nicht anwesend sein werde. Der ehemalige Präsident war nach seiner Amtsenthebung Ende Oktober nach Belgien geflohen, um einer Festnahme zu entgehen. Vorausgegangen waren ein von der Justiz verbotenes Unabhängigkeitsreferendum sowie ein Beschluss zur Abspaltung Kataloniens von Spanien. Dem 55-Jährigen werden Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen. Bei einer Rückkehr nach Spanien droht ihm die sofortige Festnahme. Rebellion kann in Spanien mit bis zu 30 Jahren Gefängnis bestraft werden, Aufruhr mit bis zu 15 Jahren. Ein zusätzlicher europäischer Haftbefehl, der ausgestellt worden war, wurde später wieder zurückgenommen. Über dieses Thema berichtete NDR Info am 22. Januar 2018 um 13:Null Uhr und null Minuten.

Im „Grünen Kakadu“ in Raibach bei Dieburg kämpften unlängst zwei um ein Glas Bier im Armdrücken. Dabei ging ein Oberarm zu Bruch, die AOK Frankfurt zahlte 20 000 Mark. Dagegen lehnte eine Kölner Kasse den Antrag eines Mitgliedes, sie möge ihm 40 000 Mark für den Bau eines Schwimmbades (wegen dringend benötigter „Bewegungsbäder“) übereignen, mit Bedauern ab. Etwa 30 Millionen Mark im Monat wenden die Ersatzkassen für die sogenannte Haushaltshilfe auf: Zahlung eines Entgelts für jene, die für Krankenhauspatienten den Haushalt besorgen und die Kinder hüten. Diese Leistung, die seit 1973 gewährt wird, kam als „Oma-Gehalt“ zu Ehren. Durch Zahlungen von bis zu 48 Mark je Tag für derartige Verwandten-Hilfen wurden die zwischenmenschlichen Beziehungen monetarisiert. Künftig, derartig Bonner Sparplan, soll die Zahlung nur an Nichtverwandte gestattet werden. Zwar sind Bonns Sozialpolitiker gravid, daß „der Kostendruck den Reformdruck erzeugen wird“ (Ulf Fink, Planer bei CDU-Landesminister Heinrich Geissler), aber immer noch überwiegt die Angst vor Ärzten und Wählerschwund — nun gar auch bei Walter Arendt. Das war uns richtig peinlich.

Immer neue vom Gesetzgeber erdachte und von den Ärzten in eigener Verantwortung auszuführende Aufgaben erweitern den Spielraum der Mediziner, sich ihr Einkommen fast dir überlassen zusammenzustellen. Jüngstes Beispiel: Hiermit Gesetz über ergänzende Maßnahmen zum fünften Gesetz zur Strafrechtsreform schrieb der Bundestag den Anspruch der Versicherten „auf ärztliche Beratung über Fragen der Empfängnisregelung“ fest — sicher eine gute Tat. Notwendig war auch der Zusatz, daß zur „ärztlichen Beratung die erforderliche Untersuchung“ gehört. Doch bevor Kassen und Ärzte, wie vom Gesetzgeber eigentlich gewollt, gemeinsam den Umfang der „erforderlichen Untersuchung“ festlegen konnten, präsentierte die Bundesärztekammer einen eigenen umfangreichen Katalog, was beim Verschreiben der Pille alles zu untersuchen sei. Hans Töns, Geschäftsführer beim Bundesverband der Ortskrankenkassen. Trotz der Kosteninflation gewähren die Ersatzkassen den Ärzten aus falsch verstandenen Wettbewerbsgründen auch noch freiwillig überhöhte Honorare. Traditionell zahlen die Ersatzkassen, die auf Exklusivität Achten, den Ärzten höhere Leistungsentgelte als die Ortskrankenkassen, deren Mitglieder überwiegend Arbeiter sind.

Eine interne Vorausrechnung des Bundesverbandes der Ortskrankenkassen freilich zeigt, daß die Horrorzahlen so falsch schlecht sein können. Schon jetzt leisten die über 16 Millionen Ortskrankenkassen-Mitglieder so wie man ihn kennt 10.8 Prozent Monatsbeitrag, schon jetzt verlangen einzelne Kassen, etwa in Duisburg, fast 13 Prozent. Wegen steigender Kosten und zusatzlicher, durch Gesetz verordneter Lasten aber, so der trübe „Ausblick aufs Jahr 1976“ in der Kassen-Analyse, mußte der Beitrag im nächsten Jahr wohl um zwei Punkte angehoben werden. Arendts Kollege im SPD-Vorstand, Gesundheitsexperte Friedel Läpple. Voraussagen des CDU-Mannes Geissler für noch zu optimistisch. Dann nämlich „wird der durchschnittliche Beitragssatz 1979 auf 17 bis 18 Prozent steigen“. Dem Genossen rechnete er auch gleich noch die Konsequenz vor: Statt 230 Mark von einem 2800-Mark-Einkommen müßte der Versicherte dann etwa 360 Mark zahlen, die hälftig zu Ungunsten von Arbeitnehmer und -geber gehen. Doch bis jetzt glaubt der zuständige Bundesminister Walter Arendt, auch weiterhin könnten die 1469 gesetzlichen Krankenkassen (Ersatz-. Dutzend Kassenärztlicher Vereinigungen vertretenen Praktikern Leistungen und Honorare in eigener Verantwortung ohne Eingriffe des Staates aushandeln. Aus „panischer Angst“ (derweise Berater), es könnte der Eindruck entstehen, Arendt wolle sich einmischen, verteidigt der ehemalige Gewerkschaftsführer eine Tarifautonomie zweier völlig ungleicher Partner, die über das Einkommen von Dritten nach freiem ermessen verfügen.

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