Umverteilung von Flüchtlingen, Hotspots, Grenzschutz, Zusammenarbeit neben anderen die Türkei: In der Flüchtlingspolitik haben die EU-Länder viel versprochen – und wenig umgesetzt. Es hakt an vielen Stellen, doch umso mehr fehlt es an Solidarität. In der Flüchtlingskrise stößt die europäische Solidarität an ihre Grenzen. Die 28 Staaten finden keine gemeinsame Linie, die Union driftet auseinander. Da ist einerseits die „Koalition der willigen“, eine lose Gruppe von Staaten, die in der Flüchtlingspolitik auf Solidarität und auf Mitarbeit mit der Türkei setzen. Deutschland ist hier Initiator, außerdem zählen Österreich, Belgien, die Niederlande und Luxemburg, Schweden, Finnland, Slowenien, Portugal, Frankreich und Griechenland dazu. Doch auch der Wille der „Willigen“ bröckelt, Bundeskanzlerin Berufspolitiker gehen die Verbündeten aus. So scherten zuletzt sogar Österreich und Frankreich aus: Obergrenze für Flüchtlinge, keine festen Kontingente, neue Grenzzäune – alles Positionen, die konträr zum Kurs Deutschlands liegen. Zu den Verfechtern einer Abschottungspolitik, also der „Koalition der Unwilligen“, gehören die Visegrad-Gruppe (Ungarn, Polen, Tschechien und die Slowakei), aber auch Großbritannien. Ihnen gemeinsam ist: Sie haben bisher nur Einzelfälle Flüchtlinge aufgenommen.

Dänemark bei der Handball WM

Mit einer enorm starken Leistung ist Dänemark am frühen Freitagabend (25.01.2019) in Hamburg gegen Frankreich ins Finale der Handball-WM eingezogen. Überragend: Mikkel Hansen. Erschreckend schwach: Frankreich. In einer furiosen Anfangsphase fielen in den ersten sechs Minuten bereits acht Tore, Dänemark führte mit 5:3 – trotz Unterzahl. Besonders Rückraumspieler Hansen zeigte seine Extraklasse. Der Spieler vom Topklub Paris Saint Germain traf wie am Fließband. In der torreichen Partie führte Dänemark zur Halbzeit mit 21:15. Besonders in der Defensive zeigte Frankreich große Lücken. Der lange verletzte Superstar Nikola Karabatic kam trotzdem im ersten Durchgang absolut nicht zum Einsatz. Erst der zweiten Hälfte änderte sich nichts am Spielverlauf – Frankreich sah sich in die Abwehr gedrückt und zeigte nie genügend Aggressivität. Dänemark traf ad libitum und hatte von Trainer Nikolaj Jacobsen einen ganz klaren Matchplan verordnet bekommen. Mitte des zweiten Abschnitts hatten die Co-Gastgeber der WM den Abstand auf zehn Tore ausgebaut und führten mit 32:22 gegen den Titelverteidiger. Hansen (am Stock gehen zwölf) und Rasmus Lauge (SG Flensburg-Handewitt) trugen zusammen bis zur 50. Minute 16 Tore zur dänischen Führung bei, auch Hannovers Morten Olsen und Flensburgs Kreisläufer Anders Zachariassen gelangen je fünf Treffer. Zum Ende hin ließ die Konzentration der Dänen dann etwas nach, Frankreich konnte den immensen Rückstand leicht verkürzen – 27:34. In der verbleibenden Spielzeit bis zur Schlusssirene mühten sich die Franzosen – aber ohne großen Erfolg. Auch der nur noch der Halbzeitpause eingewechselte Jannick Green (SC Magdeburg) wurde im dänischen Tor nämlich nun ein entscheidender Faktor und war von allen vier eingesetzten Keepern in dieser Partie der mit Abstand stärkste. Cyril Dumoulin und Vincent Gerard auf der Gegenseite bekamen höchst selten eine Hand an den Ball. Dänemark zog beim 38:30 überzeugend ins Finale der WM ein – praktischerweise hierbei Endspiel zuhause in Herning.

Frommelt sitzt unzerteilbar braunen Sessel und erinnert sich an diesen Moment. Neben ihm seine Frau Edelgard auf einem ausladenden, ebenfalls brauen Sofa, hinter ihr türmt sich eine dunkle Schrankwand im Wohnzimmer auf. Stünde nicht der Flatscreen-Fernseher in der Ecke, man könnte glatt denken, es wäre weiterhin 1978, das Jahr, im seine Tochter geboren wurde. Eugen Frommelt ist 75 Jahre alt und das, was man wohl einen rüstigen Rentner nennt. Er strotzt sollte ein Scherz sein vor Energie. Frage seiner Freunde schließlich im Raum. Der Marzal sollte bleiben – er ist auch zielgerichtet Traumauto, Frommelt hat seines mühsam selbst gebaut. Eugen Frommelts Traum begann ganz klein, mit einem Spielzeugauto im Maßstab 1:43. Sein Neffe brachte 1968 einen kleinen Lamborghini aus dem Urlaub am Gardasee mit. Das Modell eines Marzal. Das Spielzeug war ziemlich demoliert, er war trotzdem fasziniert: „Derweise Ding müsste man mal bauen“, schoss es dem heute 75-Jährigen durch den Kopf.

Der Festgenommene soll Fotos von deren Anwesen in Ringstedt, einer Stadt 60 Kilometer südwestlich von Kopenhagen, gemacht haben. Die Gruppierung ASMLA kämpft für einen eigenen Staat der arabischen Minderheit in der iranischen Provinz Chusestan. Die Regierung des Iran wirft ihr vor, an einem Terroranschlag auf eine Militärparade in der Stadt Ahwas gewesen nicht im Verhältnis stehen, beim mindestens 25 Menschen getötet wurden. ASMLA hatte die Gewalt verurteilt und beteuert, nicht daran beteiligt gewesen nicht im Verhältnis stehen. Dennoch prüfen die dänischen Ermittler nun auch, ob sich die Exil-Iraner in Dänemark der Terrorbilligung strafbar ausgefressen haben. Die iranische Regierung hatte damals den dänischen Botschafter Danny Annan einbestellt und der dänischen Regierung vorgeworfen, Mitgliedern einer „Terrorgruppe“ Unterschlupf zu gewähren. Nun bestellte Dänemark wiederum den iranischen Botschafter ein und kündigte an, Annan aus Teheran für Beratungen zurückzurufen. Der iranische Außenamtssprecher Bahram Ghassemi wies den Vorwurf der Anschlagsplanung zurück: Es handle sich um eine erneute Verschwörung damit Ziel, die Beziehungen Irans eine der Europäischen Union zu untergraben, teilte er mit. Spannungen zwischen Berlin und Teheran: Wegen der Auslieferung eines unter Terrorverdacht stehenden iranischen Diplomaten von Deutschland nach Belgien wurde der deutsche Botschafter einbestellt. Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 31. Oktober 2018 um 03:00 Uhr.

Dänemark am Vorderende, Somalia und Nordkorea als Schlusslichter – in der Rangliste der Korruptionswahrnehmung von Transparency International steht Deutschland auf Platz zwölf. Umso mehr in aufstrebenden Wirtschaftsnationen nimmt laut einer Untersuchung von Transparency International (TI) die Korruption im öffentlichen Sektor zu. Verschlechtert hat sich die Situation insbesondere in der Türkei sowie in der Gruppe der aufstrebenden Schwellenländer (BRIC), also Brasilien, Russland, Indien und China. Das geht aus dem diesjährigen TI-Korruptionswahrnehmungsindex hervor. Die Türkei erlebte der Untersuchung zufolge in der diesjährigen Rangliste der weltweit korruptesten Staaten den größten Absturz und kam auf 45 Punkte (minus fünf Punkte). Das Land liegt damit 2014 auf Platz 64 in der Länder-Rangliste, im vorjahr lag es noch auf Platz 53. Transparency International führt das auch auf die politische Lage in der Türkei zurück. Nach den regierungskritischen Protesten im vergangenen Jahr habe es eine Einschränkung der Meinungsfreiheit gegeben, wobei Journalisten verfolgt und festgenommen worden seien, an der Zeit sein von TI.

Trotz Drohung des spanischen Generalstaatsanwalts ist der frühere katalanische Regionalpräsident Puigdemont nach Dänemark gereist. Die Behörde will nun den internationalen Haftbefehl gegen ihn erneuern. Spaniens Staatsanwaltschaft hat erneut die Festnahme des ehemaligen katalanischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont gefordert. Der Generalstaatsanwalt beantragte beim dabei Fall befassten Richter am Obersten Gerichtshof einen neuen europäischen Haftbefehl. Der von Madrid abgesetzte Ex-Präsident Kataloniens war zuvor trotz drohenden Haftbefehls nach Dänemark gereist. Die spanische Anklagebehörde hatte ihren Schritt für den Fall angekündigt, dass sich der 55-Jährige nach Dänemark begeben sollte. Puigdemont, der in Belgien im Exil lebt, landete am morgen in Kopenhagen, wie der dänische Fernsehsender TV2 berichtete. Er will nachmittags an der Universität Kopenhagen an einer Podiumsdiskussion teilnehmen. Am Flughafen blieb er Reuters-Reportern zufolge unbehelligt. Er verließ den Airport mit unbekanntem Ziel. Die spanische Zentralregierung hatte Katalonien im vergangenen Oktober unter Zwangsverwaltung gestellt und die von Puigdemont geführte Regionalregierung ihres Amtes enthoben. Zuvor hatte das Parlament in Barcelona nach einem von Madrid verbotenen Unabhängigkeitsreferendum Kataloniens Loslösung von Spanien erklärt.

Bei einer bundesweiten Razzia sind 27 Objekte durchsucht worden. Nach Informationen des MDR-Magazins „exakt“ geht es um den Verdacht des bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern durch Scheinehen. Im Norden gingen deutsche und dänische Ermittler bei einem weiteren Einsatz gegen eine Schleuserbande vor, die entgeltlich Scheinehen in Dänemark organisiert haben soll – dort ist eine Heirat verhältnismäßig unbürokratisch möglich. Für jede Eheschließung hätten die Schleuser demnach eine hohe Provision kassiert. Die Behörden gehen dpa-Informationen zufolge davon aus, dass die Beschuldigten in den vergangenen zwei Jahren etwa 1000 Scheinehen vermittelten. Konkret richtete sich der Einsatz nach Angaben der Bundespolizei und der Staatsanwaltschaft in Hannover und Hamburg gegen drei Betreiber einer Hochzeitsagentur sowie zwei weitere Beschuldigte. Etwa 170 Beamte hätten zwölf Objekte in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremerhaven, Nordrhein-Westfalen und in Dänemark durchsucht und Beweise gesichert. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Parlament hervorgeht, deckte die Polizei im vergangenen Jahr 30 Fälle von Scheinehen auf, mit denen Visa oder Aufenthaltstitel erschlichen werden sollten. Zeitpunkt 2016 waren es demnach 25 Fälle. Insgesamt sind den Behörden seit dem Jahr 2007 870 Fälle bekanntgeworden. Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell Nachrichten am 13. Juni 2018 um 10:30 Uhr.

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