Bei Parlamentswahlen in Grönland geht es immer auch annähernd Frage, wie schnell eine Unabhängigkeit von Dänemark erfolgen soll. Nun hat eine Partei gewonnen, die eine langsame Loslösung befürwortet. Mit einem knappen Sieg der Sozialdemokraten (Siumut) haben die Wähler in Grönland den Kurs zu einer langsamen Loslösung von Dänemark bestätigt. Siumut kam auf rund 27 Prozent der Stimmen und verlor damit gegenüber der vergangenen Wahl sieben Punkte. Die bisherige Koalition kann jedoch laut vorläufigem Ergebnis unter Führung der Sozialdemokraten weiterregieren. Die riesige Polarinsel mit rund 56.000 Einwohnern gehört zum Königreich Dänemark, verwaltet sich aber überwiegend selbst. Nur für Außen- und Verteidigungspolitik sind die Dänen noch zuständig. Im Widerspruch zu Dänemark gehört Grönland seit 1985 auch nicht mehr zur EU. Zahllose Parteien in Grönland wollen die Unabhängigkeit – sie schlagen dabei aber unterschiedliches Tempo an. Die drei großen Regierungsparteien, Siumut, Inuit Ataqatigiit und Partii Naleraq, die bei der Wahl auf 27 beziehungsweise 26 und 13 Prozent der Stimmen kamen, wollen sich einige Jahrzehnte Zeit lassen. Die eine Hälfte der Opposition, bestehend aus vier Parteien, ist für eine schnellere Loslösung. Zwei Parteien plädieren aber auch dafür, die Einheit damit Königreich beizubehalten.

Heubergers Mannschaft

Sollte Heubergers Mannschaft einmal gewinnen und einmal verlieren, beginnt das große Rechnen. Dann hängt es sicherlich, wie alle zwei anderen Spiele (erst Israel gegen Tschechien und dann Tschechien gegen Montenegro) ausgehen. Möglichweise reicht ein einsamer Sieg für Deutschland, vielleicht aber auch nicht. Der Bundestrainer muss allerdings auf unverhältnismäßig ein sechs Spieler verzichten. Sven-Sören Christophersen (Füchse Berlin) und Steffen Fäth (HSG Wetzlar) fallen mit einem Einriss der Patellasehne aus, Christian Dissinger (Kadetten Schaffhausen) hat erneut einen Kreuzbandriss erlitten. Lars Kaufmann (SG Flensburg-Handewitt) steht nach einer Knieoperation bis jetzt nicht wieder zur Verfügung, Christoph Theuerkauf (HBW Balingen-Weilstetten) muss sich einer Hüftoperation unterziehen, und Michael Kraus (HSV Hamburg) fehlt wegen seiner anstehenden Abiturprüfungen. Zu allem Überfluss sagte auch Tobias Reichmann (HSG Wetzlar) kurzfristig wegen einer Sprunggelenksverletzung ab. Heuberger. Der 49-Jährige hofft vor allem auf Rückkehrer Holger Glandorf, der aus dem rechten Rückraum für die einfachen Tore sorgen soll. Linkshänder von welcher SG Flensburg-Handewitt.

Hudson River: Achtung, USA-Klischee! Oktober ist für mich der schönste Monat in Metropole – nicht nur in der City, sondern umso mehr im Bundesstaat. Von Manhattan braucht der Zug keine Stunde bis in die Idylle des Indian Summers mit seinen flammenden Hügeln, verwunschenen Tälern, Kürbisköpfen und Kolonialveranden. Kundendienst rattert am Hudson entlang, überall gibt es Antiquitätenläden, Galerien, Brauereien, Brennereien. Sleepy Hollow ist ein Märchenort, bekannt durch Horrorstorys und Gruselfilme. In Cold Spring kann man gemütlich shoppen und Kunst gucken, das Museum Dia:Beacon, fünf Gehminuten vom Bahnhof, hat Warhols und – wieder – einen tollen Blick. In Poughkeepsie führt die längste Fußgängerbrücke der Welt über, na klar, den Hudson. In Rhinebeck treffen sich im Oktober die Strickenthusiasten samt der Schafe, die ihnen die Wolle geben. Endziel ist Hudson, ein Künstlerstädtchen mit tollen Cafés. Wer lieber das Auto nimmt, schafft die ganze Tour Hin und Her an einem (langen) Tag und ist rechtzeitig zum Dinner wieder in Brooklyn.

Touristen aus Deutschland geben am meisten Geld aus

Touristen aus Deutschland bekommen in Süd- und Osteuropa am meisten für ihr Geld. So liegt das Preisniveau für Hotels und Gaststätten in Bulgarien weniger als halb so hoch wie in der Heimat (minus 57,6 Prozent), wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Auch in Kroatien (minus 35 Prozent) und Spanien (minus 23 Prozent) sind diese Dienstleistungen aus Sicht deutscher Urlauber deutlich günstiger. Großbritannien ist wegen des schwächelnden Pfunds ebenfalls preiswerter. Gaststätten- und Hoteldienstleistungen kosten hier aktuell 2,9 Prozent weniger als in Deutschland, wie die Wiesbadener Behörde mitteilte. Die britische Währung hat wegen des bevorstehenden Brexits gegenüber dem Euro an Wert verloren. Teurer als in Deutschland sind den Angaben zufolge gemeiniglich Urlaube im Westen und Norden Europas. Im Nachbarland Frankreich kosten Gaststätten- und Hoteldienstleistungen durchschnittlich 5,3 Prozent allzu hierzulande. Das teuerste Reiseland europäisch für Touristen aus Deutschland ist demnach Norwegen (plus 45,9 Prozent). In Dänemark sind es 33,4 Prozent mehr.

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