In den Erlebniszentren finden Sie viele verschieden Aktivitäten für Kinder, und Wissen wird ihnen auf eine ganz besondere Weise vermittelt. So wird jeder fasziniert und entwickelt ein Interesse fürs Thema, übers erzählt wird. Erleben Sie Tiere, Geschichte, Kultur oder Natur. Es gibt viele Zentren mit viel verschiedenen Themen, so, dass sich sicher etwas für Sie finden wird. Sie können auch den Sprung ins kalte Wasser wagen und etwas ausprobieren, von welchem Sie noch nie gehört haben. Man kann doch immer um eine Erfahrung reicher werden. Wenn Sie warme Mäntel anhaben und es draußen kalt ist, verlockt es vielleicht dazu, die Mäntel auszuziehen und sich in den warmen Geschäften etwas von Waren verlocken zu lassen. Wintershopping bietet sich immer an und dabei nahenden Frühjahr kann man sich in den Geschäften sicher inspirieren lassen. Eine Shoppingtour ist etwas familientauglich. Wagen Sie ruhig den Weg zum der vielen Shoppingzentren in Dänemark. Denn gerade winters werden dort viel lustige und kostenlose Aktivitäten für Kinder angeboten. Nehmen Sie also Sack und Pack mit – während die Erwachsenen sich in den Geschäften umschauen, wird Unterhaltung für die Kinder geboten.

Ärtze im Winterulaub finden

Als sich etwa sommers Kassen und Ärztevertreter über die geforderte Honoraranhebung nicht einigen konnten, weigerte sich Arendt standhaft, den Parteien Zahlen vorzugeben. Das Ergebnis schien den Minister zu bestätigen: Fürt zweite Halbjahr 1975 gaben sich die Ärzte mit 2,4 Prozent Zuwachs zufrieden. Doch die Freude über die ganz ungewohnte Zurückhaltung war verfrüht. Den wahren Zuschlag trugen die Ärzte durch die hintertür in ihre Praxen. Verblüfft registrierten die Kassen schon bald, daß die Anzahl der behandelten Fälle und die Kosten je Fall — beides Parameter, über die der behandelnde Arzt selbst bestimmt — rapide steigen. Während sich im Mittel der vergangenen Jahre die Leistungen um rund sechs Prozent ausweiteten, wurde plötzlich bis zu 15 Prozent mehr und teurer behandelt als letztes Jahr. Das Ergebnis: Auch im Sparjahr 1975 steigern die Ärzte ihre Einkommen um über zehn Prozent. Mehr Leistung aber bedeutet nicht immer öfter Arbeit. Jede technische Untersuchung wird seit einigen Jahren einzeln honoriert. Diese Leistungen aber sind — ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand — fast beliebig vermehrbar. Über 20 Prozent seines Einkommens verdient der Arzt heute schon mit technischen Dienstleistungen. Sie wachsen jährlich um 15 bis 20 Prozent.

Die Sozialpolitiker des Bundestages, die jetzt energisch nach Einsparungen rufen, haben in den vergangenen Jahren alles getan. Kassen neue Lasten aufzubürden. Durch das Krankenhausfinanzierungsgesetz wurde den Trägern der Anstalten, zumeist Gemeinden, das Recht zugesprochen, kostendeckende Pflegesätze zu berechnen. In Hamburg stiegen die Pflegesätze daraufhin von 97 Mark 1973 auf 163 Mark jetzt, in Universitätskliniken wuchsen die Tagessätze bis über 220 Mark. Jetzt warnen Politiker und Spitalexperten, die Bundesrepublik habe in vielen Regionen bereits einen Überschuß an Krankenhausbetten. Der Überschuß wäre noch größer, wenn in Westdeutschland die Verweildauer mit 17 Tagen je Patient nicht weit überm international üblichen Schnitt läge. In Italien, England. Dänemark und Schweden bleiben die Patienten vier Tage weniger — was den westdeutschen Krankenkassen über vier Milliarden Mark jährliche Pflegekosten-Ersparnis brächte. Angesichts der Betten-Überzahl sind die Krankenanstalten freilich an einer geringeren Verweildauer nicht interessiert, ebensowenig wie die staatlichen Kurheime, die auf kopfstarken Nachschuh angewiesen sind, wenn die teuren Einrichtungen nebst Personal nicht brachliegen sollen. Zusätzlich verschlechterte der Gesetzgeber die Finanzlage der Krankenkassen dadurch, daß er ihnen Kosten auflud, die eigentlich von der Rentenversicherung getragen werden müßten.

Beispielsweise müssen die Kassen derzeit fast 40 Prozent der besonders hohen Rentner-Krankenkosten tragen, obwohl die Mitglieder der Rentenversicherung bereits mit ihren Beiträgen einen Anspruch auf kostenfreie Versorgung nach seiner aktiven Phase erworben haben. Die Umschichtung der Lasten nahm der Bund deshalb vor, damit der Rentenversicherungsbeitrag von 18 Prozent. Gründen nicht überschritten werden soll, vorerst noch stabil bleiben kann. Weitere 1,6 Milliarden kosten die Folgen aus einem Urteil des Bundessozialgerichts, wonach die Krankenkassen für den Zahnersatz einstehen müssen. Laut Verträgen mit den Zahnarztverbänden übernehmen die Kassen für Gebisse und Brücken sogenannte Regelleistungen: entsprechend Versicherung zwischen 75 und 100 Prozent der anfallenden Kosten, während bislang Rentenversicherung und Krankenversicherung einen — zumeist geringeren -, Zuschuß leisteten. Im Hamburger Stadtteil Eppendorf warb kürzlich ein Friseur im Schaufenster die Suggestivfrage: „Wußten Sie schon, daß Ihnen die Krankenkasse den umständen entsprechend Ihre Perücke weitgehend bezahlt?“ Es herrscht, wenn der Antragsteller glaubhaft machen kann, daß dies seiner Arbeitsfähigkeit dienlich ist. Aus dem gleichen Grunde werden auch Gymnastikstunden und Schönheitsoperationen von welcher Versichertengemeinschaft bezuschußt, ebenso therapeutisches Reiten und Tanzen. Wer ein ärztliches Attest hat, kann sich auch auf Krankenschein Heilwasser aus Bad Wildungen oder sonstwoher schicken lassen. Die Kasse kommt für alles auf, etwa wenn einem Einbrecher die Ladenscheibe auf den Kopf fällt, auch bei grobem Unfug.

Danach ist Gesundheit „ein Zustand vollständigen physischen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur des Freiseins von Krankheit und Gebrechen“, zu Deutsch: Alle sind krank. Irgendwie sieht es denn auch aus. Im Mittel gingen die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung 1974 viermal zum Arzt, der Krankenstand ist meist um so höher, je mehr Ärzte am Ort praktizieren. Insgesamt gewährten die vollständig ausgepowerten Träger der Rentenversicherung im vergangenen Jahr 804 000 Bundesbürgern Kuren und Heilverfahren. 1955. Kosten: 3,5 Milliarden Mark. Zugleich gaben auch die Ersatz-, Orts- und Betriebskrankenkassen Zuschüsse für Kuren. Auf Ablehnung stoßen nur wenige Anträge, beispielsweise sagte die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte 1974 nur bei 24 000 von 339 000 Anträgen nein. Besonders beliebt sind sogenannte offene Badekuren, dabei kann der Patient seine Unterkunft frei wählen. Die Ersatzkassen bieten ihren Mitgliedern allein 30 Kurorte im ausland an, bezahlen Kurmittel und ärztliche Hilfe ganz und für die Unterbringung einen Zuschuß. Besonders beliebt ist wegen des schönen Wetters Abano Terme in Oberitalien, wo viele Bundesbürger sich einen zusätzlichen Winterurlaub zu Lasten der Kassen genehmigen.

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