Polen, Österreich, Dänemark, die Niederlande, die Schweiz oder zuletzt in Frankreich: Rechte Parteien haben in europa Zulauf. Auch die britische Cameron-Regierung steht angespannt. Das Referendum über den EU-Verbleib des Landes soll den Auftstieg der Rechtspopulisten bremsen. David Cameron will Großbritannien eigentlich in der Europäischen Union halten. Er findet die EU zwar nicht vollkommen, er ist auch nun mal nicht ein glühender Befürworter der europäischen Integration, aber Zeugniszensur findet er, dass die EU Großbritannien mehr nützt als schadet. Deswegen hat sich Cameron nach seinem Amtsantritt als Premierminister lange gegen eine Volksabstimmung über die Mitgliedschaft der Briten gewehrt. Dreieinhalb Jahre hielt er diese Linie – dann gab er dem Druck der britischen Rechten nach. Bleibt Großbritannien in der EU? Noch mal hatten die EU-Gegner in der konservativen Partei ihren Premierminister wehrlos ausgeliefert: Edward Heath, John Major und sogar die „Eiserne lady“, Margaret Thatcher, hatten ähnliches erlebt. Der EU-kritische rechte Flügel der Tories kennt keine Loyalität zum eigenen Parteivorsitzenden und Regierungschef, dieser Flügel verfolgt seine eigene Agenda, und nimmt dabei sogar den Absturz in die Opposition in Kauf. Cameron und die EU: Welche Reform darf’s denn sein?

Auch in anderen aufstrebenden Wirtschaftsnationen wie China (minus vier Punkte; Rang 100 mit 36 Punkten) oder Brasilien (Rang 69 mit 43 Punkten) nimmt die Korruption TI zufolge zu. TI-Vorsitzende José Ugaz. Gerade in aufstrebenden Wirtschaften müsse aber auf gesundes Wachstum bestbeleumdet, warnte Hodess. Ein auf Korruption aufgebautes Wachstum lasse sich langfristig nicht halten. Kritisiert werden aber auch internationale Finanzzentren. Obwohl sie meist in Ländern mit eher niedriger Korruptionsrate liegen, spielen multinationale Banken und internationale Finanzzentren wie in Frankfurt, London oder Weltstadt laut TI eine zentrale Rolle dabei, dass Korruption in aufstrebenden Wirtschaftsnationen möglich sei. So werde zweifelhaften Eliten ermöglicht, unrechtmäßig erworbene Millionenbeträge beiseite denkbar oder zu waschen. Schwarz- und Bestechungsgeld sei auch an den internationalen Finanzplätzen Frankfurt, London und Weltstadt gelandet. An solchen Stellen müsse die Korruptionsbekämpfung nachhaltig verbessert werden. Die Korruption ist demnach in politisch instabilen Staaten am höchsten, in Ländern mit einem hohen Maß an Pressefreiheit, transparenten Finanzflüssen und starken Haftungsmechanismen dagegen am niedrigsten. So gibt es auch wenig Veränderungen vorne: Angeführt wird die Rangliste wie bereits in den vergangenen Jahren von Dänemark, das mit 92 Punkten die niedrigste Korruptionsrate hat, gefolgt von Neuseeland, Finnland und Schweden.

ViKlar ist aber schon jetzt: Die bürgerlichen Moderaten (19 Prozent) und die rechten Schwedendemokraten (SD, 18 Prozent) sind weit abgeschlagen. Im Juli sah das noch sehr viel angenehmer aus. Da schien es zeitweise so, als könne die SD die Sozialdemokraten überholen. Die Partei mit Neonazi-Wurzeln hat rund fünf Prozentpunkte dazugewonnen. Doch sie bleibt deutlich unter 20 Prozent und wird wieder drittstärkste Partei. Schweden erlebt an diesem Abend einen Rechtsrutsch light. Den großen Rechtsrutsch haben die Sozialdemokraten selbst hergestellt: Ende 2015, als sie auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise die Grenzen schlossen und die Migrationspolitik drastisch verschärften. Skandinavien-Forscher Sven Jochem, Professor an der Uni Konstanz. Des Weiteren versprach der Premier den Eltern von Vier- bis 16-Jährigen fünf Tage mehr Urlaub. Und während die SD ein Referendum über den Verbleib in der EU forderte, appellierte der Landesvater immer wieder, Schweden müsse ein verlässlicher Partner europäisch bleiben. Das kam an bei den mehrheitlich EU-freundlichen Wählern. Trotzdem muss Löfven um sein Amt bangen. Wenn sich die Mitte-rechts-Allianz aus vier bürgerlich-liberalen Parteien mit den Rechtsaußen zusammentun, können sie ihn stürzen. Der Mitte-links-Block hat nach derzeitigem Stand 144 Sitze im Parlament.

Nun lagen die besten Zeiten unter Olsen bereits einige Jahre zurück, sowohl für die WM 2014 als auch für die EM 2016 konnte sich Dänemark nicht qualifizieren. Doch Olsens Verdienste waren eben einfach groß. Als dann mit Hareide ausgerechnet ein Norweger als Nachfolger vorgestellt wurde, löste das vielleicht nicht Jubelstürme aus. Dabei hatte Hareide als Vereinstrainer in ganz Skandinavien Erfolg: In Dänemark unter anderem führt er Bröndby IF 2002 nach vierjähriger Durststrecke zur neunten Meisterschaft. Den südschwedischen Klub Malmö FF brachte er zweimal in die Gruppenphase der Champions League, bevor er Dänemark übernahm. Die Spieler schwärmen von ihrem neuen Coach – von seiner Erfahrung, seiner taktischen Finesse und seinen emotionalen Ansprachen. Thomas Delaney, der im zentralen Mittelfeld Dänemarks Ballschlepper und Stratege zugleich ist, nach dem Triumph in Dublin. Delaney gehört zu den Spielern, die aus Dänemarks Kollektiv herausragen, ohne dabei gleich zur Kategorie der Superstars zu gehören. Auch Torhüter Kasper Schmeichel (Leicester City) und die Innenverteidiger Anders Christensen (Chelsea), Simon Kjaer (FC Sevilla) oder Gladbachs Jannik Vestergaard haben ihre Klasse schon unter Beweis gestellt.

Fanny Posselt: Unglaublich, dass diese Frage solch diplomatische Höhen erreicht, der Premierminister danach gefragt wird und ein Land womöglich bestimmt, wo die Zwiebeln zu liegen haben. Im Hinblick auf die in Australien geäußerten Sicherheitsbedenken, man könne auf den Zwiebeln ausrutschen, kann ich aus Erfahrung Entwarnung geben. Humoristisch betrachtet sozusagen: Wenn man wie in Dänemark ohnehin fast immer damit Fahrrad zum Hotdog-Stand fährt, ist das Risiko des Ausrutschens gering. Die Dänin Fanny Posselt, 44, wurde an der alternativen KaosPilot Schule in Aarhus ausgebildet. 2003 entwickelte sie dort die Idee eines reisenden Hotdog-Stands, um benachteiligten Kindern zu helfen. Ausgehend dessen Wurststand hat sie inzwischen eine Firma zur Förderung sozialer Verantwortung in Unternehmen (Corporate Social Responsibility) aufgebaut und bringt das Thema in Konzerne und Universitäten. SPIEGEL ONLINE: Sie finden also, es wäre übertrieben, die Zwiebeln unter die Würstchen zu packen? Posselt: Zumindest kann ich mich trotz aller Unterschiede an kein Land erinnern, im außer Dressing noch was anderes unter die Wurst gelegt worden wäre. In Dänemark legen wir in der Dachetage auf den Hotdog neben frischen und gerösteten Zwiebeln auch noch eingelegte Gurkenscheiben. SPIEGEL ONLINE: …Damit es gesünder wird? Posselt: Nein, Gurken sind zwar Gemüse, aber es geht darum, dass die klebrigen Gurken die Zwiebeln festhalten sollen. Nicht der Sicherheit wegen, sondern aus praktischen Gründen. Unter der Wurst würden die gerösteten Zwiebeln auch nicht widerstehen können.

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